DIVINUS bedeutet göttlich

Ungefähr vor 4.500 Jahren, hochstwahrscheinlich im Jahre 2.370 v.Chr. wurde die Welt von einer schrecklichen Katastrophe gezeichnet. 40 Tage und 40 Nächte lang gab es heftige Gewitter mit Starkregen. Alles würde komplett zerstört, nur eine kleine Gruppe von Menschen und je zwei Tiere und Vögel jeder Art wurden, nach Gottes Willen, in einer Arche, gebaut von einem gerechten Mann Noah, gerettet. Diese Arche hat die Menschen und die Tiere von der grossen Sintflut gerettet. Es dauerte 150 Tage bis sich das Wasser zurückgezogen hat. Als sich das Wasser zurückgezogen hat, ließ Noah eine Taube frei und sie kehrte mit einem Olivenzweig im Schnabel zurück. Die ganze Pflanzenwelt wurde zerstört. Nur der Olivenbaum hat überlebt. Noah’s Freude war unbeschreiblich, nicht nur weil die Taube zurückkehrte, sondern auch weil der Olivenbaum gerettet wurde. Das Leben hat den Tod besiegt.

Der griechischeTragödiendichter Sophokles (496 v.Chr.- 406 v.Chr.) bestätigt auch, dass der Olivenbaum als heilig betrachtet wird und durch Gott geschützt ist. Der wild wachsende Baum blüht am schönsten in Griechenland. Niemand und nie, egal ob jung oder alt, könnte den Olivenbaum zerstören. „Der Gott Zeus und die Göttin Athen behalten ihn immer im Auge“. Die Altgriechen betrachteten den Olivenbaum als heilig und verabschiedeten Gesetze um ihn zu schützen.

Auf einem Bauerhof, wo es viele Olivenbäume gab, hat Jesus gebetet und litt an Qualen seines nahenden Todes. Dieser Bauernhof wurde in der Geschichte als Gesthimani bekannt. Im Aramäischen bedeutet das Olivenölpresse. „Und er ging hinaus und begab sich der Gewohnheit nach zum Ölberg und kniete nieder und fang an zu beten“. (Luka 39).

In mehreren Religionen werden der Olivenbaum und das Olivenöl während der kirchlichen Zeremonien benutzt. Besonders im Christentum wird das Olivenöl während der Taufe und Krankesalbung benutzt. In Kirchen gibt es, neben den Ikonen der Heiligen, eine flackernde Olivenöl-Flamme. In der Heiligen Schrift wird der Olivenbaum und das Olivenöl oft erwähnt. Es gibt viele Wunder in Verbindung mit Olivenöl. Eins von denen kommt aus der Geschichte des Heiligen Bergs Athos. Das Olivenöl ging zu Ende. Die Mönche waren verzweifelt. Der letzte Ausweg war zur Heiligen Maria, Beschützerin des Heiligen Bergs, zu beten. Und das Wunder geschah. Alle Gefäße im Kloster wurden mit Olivenöl gefüllt. Ikonenmaler malten wie die Heilige Maria mit eigenen Händen ein Gefäß mit Olivenöl segnet. Das wundertätige Gnadenbild der Jungfrau Maria befindet sich im Kloster Pantokratoros auf dem Heiligen Berg. Es wurde die Jungfrau Gerontissa genannt.